5. Der Einfluss dieses Verhältnisses (Körper|Digitalkultur) auf ihren Schaffensprozess


DE


  1. Die größte Veränderung durch diese Beziehung sehe ich in meiner Kunstpraxis. Und diese Beziehung- ich glaube, dass die sozialen Medien ein wirklich interessanter Weg sind, um mit anderen Kreativen in Kontakt zu treten, die digitale Prozesse nutzen. Was ich damit meine, ist, dass ich das Gefühl habe, dass es in der Gesellschaft der zeitgenössischen Kunstschaffenden, obwohl es Trends gibt, die in der Videokunst und in der digitalen Kunst, Dinge wie NFTs und andere, die kommen und gehen. Ich habe das Gefühl, dass die digitale Kunst immer noch bis zu einem gewissen Punkt, obwohl sie gut etabliert ist, ein bisschen eine Randdisziplin ist und dass traditionelle Kunstpraktiken immernoch seriöser erscheinen oder ernster genommen werden, während die digitale Kunst ein bisschen flüchtiger oder alltäglicher erscheinen kann.

  2. Denn wenn ich mit meinem iPhone arbeite und jemand anderes sein iPhone für alles Mögliche benutzt, wird er den künstlerischen Prozess ausblenden und den Prozess eines digitalen Künstlers mit der Nutzung von Facebook oder dem Fotografieren ohne kritisches Nachdenken gleichsetzen. Ich glaube, es gibt auch einen gewissen Snobismus. Wenn jeder ein Telefon hat, kann auch jeder einen Film machen, so der Gedanke. Das nimmt etwas von der Mystik weg. Ich glaube, die Leute mögen manchmal ein bisschen Mystik in Materialien. Ich glaube, die Leute lieben es, Dinge mystisch und mythisch zu machen. Und wenn es sich um ein alltägliches Werkzeug wie ein Telefon handelt, kann es als mindere Kunst angesehen werden, wenn man es als Werkzeug benutzt und damit alles umgeht. Ich habe das Gefühl, dass ich in den sozialen Medien viele, viele wirklich enthusiastische Digitalkünstler gefunden habe, die im digitalen Raum gedeihen, Techniken austauschen und sich einfach für die Arbeit der anderen begeistern.

EN


  1. I think that the major shift in my lifetime in terms of art making and this relationship, I feel like social media has been a really interesting way to connect with other creatives that use digital processes. What I mean by that is I feel like in the general contemporary art making society, I feel like there is, although there are trends that come and go with video art and with digital art, things like NFTs and things that come and go. I feel like that digital is still to a point, although well established, I feel like there is a little bit of a fringe element and that traditional art making practices seem a little more serious or are taken more seriously that if you're using digital, it can seem a little bit more throwaway or everyday.

  2. Because if I'm making work on my iPhone and someone else is using their iPhone for whatever they use it for, they'll remove the art making process and equate a digital artist's process to using a Facebook or taking photos without thinking critically. Or I think there's also a bit of a snobbery. If everyone's got a phone, everyone can make a movie is the thought. It sort of takes some of the mystique away. I think people sometimes like a bit of mystique in materials. I think people love to make things mystical and mythical. And when something is an everyday tool like a phone, it can be sort of seen as a lesser art if you use that as a tool, bringing it all around. I feel like in social media, I've found lots and lots and lots of really enthusiastic digital artists thriving in the digital space, sharing techniques and just enthusiasm for each other's work.