• Über DigiProSMK Community of Practice: "Körperlichkeit im Kontext digitaler Medienkulturen"

    • Der Körper ist immer involviert

      Körperdiskurse sind auf dem Schulhof, im Unterrichtsraum, wie auch im Lehrkräftezimmer ein kontinuierliches Gesprächsthema, hat doch jeder eine durch Erziehung, Umwelt, Gesellschaft und nicht zuletzt intermedial vermittelte Perspektive auf Körperkulturen, -praktiken und -bilder.

      In der Bildenden Kunst haben Körperbilder eine lange Tradition und damit einhergehend mehrere Entwicklungen, Umbrüche und (Ver)Wandlungen erlebt, die stets signifikante gesellschaftliche und politische Einflüsse auf Zeitgenossen hatten. Markante Formen von Frauen- und Männerkörpern und dessen heteronormativer Rollenzuschreibungen lassen sich bereits in die Urzeit zurückverfolgen. Doch spätestens seit dem Web 2.0 ist der Körper selbst Gegenstand von Verhandlungen von Rollenmustern, Zugehörigkeiten und Geschlechtern geworden. Mit dem Glitch-Feminism Manifesto von Legacy Russell (2020) entbehren sich Körper jeglicher Geschlechtszuschreibung und begreifen sich als politisch-agierende Entitäten. Auch im Kunstunterricht ist der Körper ein thematisch bedeutsam, bspw. durch Zeichenübungen, anatomisch korrekte Darstellungsformen, Identitätsbildung, Inszenierungen oder performative Praxen. Das Teilprojekt des Fachbereiches Kunst im CoP1 knüpft an bestehende Vorstellungen und Haltungen von Lehrkräften an, problematisiert traditionelle Kunstbegriffe und die damit verbundenen Körperbilder und erweitert diese durch eine medienkritische und -reflexive Auseinandersetzung mit Themen und Inhalten der Digitalität und digitalkultureller Ästhetik.

      Was machen wir?

      Digitale Medienkulturen in ihrer kommunikativen und gestalterischen Dimension prägen den Alltag von Kindern und Jugendlichen in hohem Maße. Soziale Medien und gestalterische Applikationen ermöglichen innovative künstlerisch-kreative Handlungsmöglichkeiten. Es entstehen kommunikative Räume, in denen ästhetische Inhalte im Bereich des kollaborativen Musikhandelns, des performativen Bildhandelns sowie der körperbezogenen Bewegungskultur produziert, konsumiert, distribuiert, adaptiert und transformiert werden können. Der Körper agiert dabei sowohl als Produkt als auch als Akteur hybridisierter Medienkulturen. Dies evoziert nicht nur die Rolle und Funktion von Körperlichkeit, sondern auch das grundlegende Verständnis vom Körper (z. B. biologischer vs. digitaler Körper).

      In der Community of Practice (CoP) entstehen, dies berücksichtigend, kollaborativ und in Kooperation mit Akteur:innen von Schulentwicklung Fortbildungsprodukte, die innovative unterrichtliche Lernarrangements ermöglichen sollen. Dabei geht es zum einen um eine Auseinandersetzung mit der Rezeption und Distribution von Körperbildern innerhalb sozialer Netzwerke aus einer transmedialen Perspektive sowie deren Bedeutung für die alltagskulturelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Zum anderen werden fachspezifische Formen der digitalen Produktion von körperbezogenen Medien analysiert und unterrichtsbezogen transformiert.

      Was sind unsere Ziele?

      Im Basismodul geht es um die kritische Reflexion gesellschaftlicher, technologischer und kultureller Transformationsprozesse im Hinblick auf die Konstitution von Körperlichkeit, wobei digital-ästhetische Praxen in sozialen Netzwerken im Zentrum stehen. In den Aufbaumodulen werden disziplinäre sowie überfachliche Entgrenzungsstrategien innerhalb der SMK-Fächer thematisiert, wobei gestalterische Applikationen und Technologien zur Anwendung kommen.

    • Mitwirkende:

      Supervision:
      Andreas Brenne

      Kursgestaltung:
      Niklas Washausen

      Videos Basismodule:
      Paul Geßner
      Tina Kowalzik
      Kristoph Krabbenhöft
      Oliver Krämer
      Eva Kubitza
      Christian Kuzio
      Heike Kuhlmann
      Malte-Alexander Langenbeck
      Isolde Malmberg
      Esther Pürgstaller
      Maurice Ullman
      Niklas Washausen
      Annette Ziegenmeyer

      Videos Künstler-Interviews:
      Michael Betancourt
      Bjørn Melhus
      Rosa Menkman
      Naomi Oliver
      Laila Shereen Sakr
      Francois Vogel

      Niklas Washausen
      Antje Winkler

      Videos künstlerische Tools:
      Katrin Washausen
      Niklas Washausen
      Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement (ZIM / Universität Potsdam)

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